Das Leben auf dem Saturn

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Das Leben auf dem Saturn - Bilder von Eugen J. Winkler

Pyramidenschnecke

Das in diesem Hause wohnende Tier sieht der Farbe nach ganz dunkelgrau aus und hat gleich einem ungeheuer großen Elefanten einen weit um sich greifenden, überaus starken Rüssel, zudessen beiden Seiten zwei andere, schwächere Rüssel hinausgeschoben werden, auf derenäußersten Enden je ein scharfsehendes Auge sitzt. Zuunterst hängt im Falle einer Bereisung der Meeresfläche diese Schnecke auch ein Paar weißliche, starke Ruder hinaus, vermöge welcher sie auf der Oberfläche des Meeres eine ziemlich schnelle Bewegung zu machen imstande ist. Das Tier ist ziemlich groß, allein die Schale hat schon eine Dicke von 8 bis 10 Metern. Wenn sie also auf dem Meere fährt, hat sie ihr Haus nach oben gekehrt, so das eine solche fahrende Schnecke in einiger Entfernung sich ausnimmt wie eine auf der Oberfläche des Meeres schwimmende Pyramide.

Jakob Lorber-Planet Saturn-Pyramidenschnecke

Diese Schnecke ist ziemlich bösartiger Natur und fällt auch Menschen an, die sie mit ihrem Rüssel umwindet, zerdrückt und alsbald in ihren weiten Rachen steckt. Jedoch die Saturnbewohner kennen ihre Art gar wohl und sind daher allezeit gut gerüstet, wenn sie auf ihren Fang ausgehen. Mit einer Schlinge fangen sie den weit hervorstehenden Rüssel ein, ziehen sie schnell zusammen und die Schnecke ist so gut wie gefangen. Denn da diese Schnecke schon ein atmendes Tier ist und den Atem durch den Rüssel einzieht, so verstirbt sie auch sehr bald, wenn sie nicht mehr zu atmen vermag. Die Bewohner merken ihren vollkommenen Tod dadurch, das sie aus ihrem Rachen anfängt einen weißlichen Saft zu lassen; denn solcher Saft ist dann schon ein Zeichen der inneren, alsbald begonnenen Verwesung. Sie sammeln diesen Saft sehr emsig seines auerordentlichen Wohlgeruches wegen, welcher ums Unvergleichliche eure Ambra bertrifft. Hat nun eine solche Schnecke aufgehrt ihren Saft von sich zu lassen, dann geben sie die tote Schnecke wieder frei. Alsbald findet sich eine Menge Meeresungeziefer, welches eine solche Schnecke in wenigen Tagen ganz verzehrt. Wenn nun auf diese Weise die Schale geräumt ist, wird sie von den Saturnbewohnern aus dem Meer herausgeholt, und zwar zur Zeit der Ebbe, der Meeresniederung, und wird dann auf dieselbe Weise wie die große „Riesenmuschel“ an Ort und Stelle geschafft.

Jakob Lorber-Planet Saturn-Pyramidenschnecken im Meer

Diese Schnecke nährt sich vornehmlich von der schon früher erwhnten Art der Schwertkrebse, deren es eine Menge in den verschiedensten Größen gibt. Jedoch größer ist keiner als der sogenannte Meerkrebs bei uns. Aber kleiner wird dieses Tier häufig angetroffen, oft so klein wie bei uns ungefähr eine Heuschrecke. – Wann macht aber diese Pyramidenschnecke einen solchen Haupt-Schwertkrebsen-Fang? – Solcher Fang geschieht, wenn diese Krebse oft gerade am unermüdlichsten beschäftigt sind, um eine schon früher bekanntgemachte Stangenschnecke aufzuzehren. Wenn da die Pyramidenschnecke ein mit solchen Krebsen gefülltes Stangenschneckenhaus antrifft, umwindet sie dasselbe mit ihrem Rüssel, begibt sich damit an ein Ufer, und legt das Stangenschneckenhaus mit der breiten Seite aus dem Wasser. Wenn so die Krebse sich auer Wasser befinden, dann fängt einer nach dem andern an, aus der Schnecke zu kriechen, bei welcher Gelegenheit auch einer nach dem andern unfehlbar aufgezehrt wird. Und so sind diese Krebse gleichsam eine lebensammelnde Mittel-Tierklasse, vermöge welcher das Leben einer Schnecke potenziert in das Leben einer andern bergeht. So gibt es zwischen zwei greren Tierklassen immer eine kleinere, welche gegen die vorhergehende große Klasse sich feindselig verhält, aber von einer nachfolgenden größeren Klasse alsbald wieder als eine wohlschmeckende Speise verzehrt wird.

Dezember 2018 - Eugen J. Winkler
(Jakob Lorber / sat-o14/08- 11)

www.jakob-lorber-bilder.de

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